Die Obere Au wird als Naherholungsgebiet aufgewertet. Im Bild das geplante Boccia-Haus

FAQ

Kann sich die Stadt diese hohen Investitionen überhaupt leisten?

In Erkenntnis früherer Abstimmungen zu den Sportanlagen haben wir uns von den Erkenntnissen leiten lassen:

  • Abstimmung auf den Gesamtstadthaushalt - keine Steuererhöhung
  • Übereinstimmung mit allen Sportanlagen-Nutzerinteressen erzielen
  • Gesamtkonzeptionell planen, aber modulartige Umsetzung von Teilprojekten ermöglichen
  • Vom Grundsatz leiten lassen: "Bedürfnisgerecht das Notwendige realisieren - kein Wunschkonzert"

Das wirtschaftliche Umfeld ist im Moment gut und die Stadt Chur erzielt seit Jahren gute Jahresergebnisse, so dass die langfristigen Schulden dadurch abgebaut werden konnten. Gleichzeitig befinden wir uns nach wie vor in einem für Investitionen günstigen Zinsumfeld. Aus dieser Sicht ist es jetzt sicher der richtige Zeitpunkt, diese Investitionen zu tätigen.

Warum macht man für die Leichtathletik nichts?

Grundsätzlich wurden die sportlichen Nutzerbedürfnisse umfassend aufgenommen. Es hat sich aber rasch gezeigt, dass auf dem räumlich begrenzten Areal auf der Oberen Au sich nicht alle Bedürfnisse/Vorhaben realisieren lassen. Mit den auf der Oberen Au bereits positionierten Sportanlagen (Rasen-, Eis- und Bädersport), des Eventareals (Knie, Messegelände, usw.) und den Parkierungsanlagen wird mit dem notwendigen Ausbau der Infrastrukturen das verfügbare Areal vollkommen ausgeschöpft.
Dies führte dazu, dass für die Leichtathletik- und Unihockeyinfrastrukturen anderweitige Standortlösungen in Betracht gezogen werden. So prüft zurzeit die Stadt in Übereinkunft mit der Gemeinde Landquart den Ausbau der Leichtathletikanlage Landquart, weil sich auf Stadtgebiet keine bedürfnisgerechte und zeitlich realisierbare Standortlösung abzeichnet.

Was passiert mit den Reitern?

Die Verhandlungen mit der Reithalle Chur AG sind weit vorangeschritten. Die Stadt geht davon aus, dass mit der Reithallen AG in Kürze über einen Alternativstandort für die Realisierung einer neuen Reithalleninfrastruktur im Raume Untere Au eine Übereinkunft erzielt werden kann.

Ich habe den Eindruck, der Fussball werde bevorzugt!

Bezogen auf die Bedürfnisse der Rasensportinfrastrukturanlagen wurden sehr detaillierte Abklärungen getroffen. Nebst den Bedürfnissen der Sportvereine wurden auch die Anliegen des Schulsports einbezogen, Quervergleiche mit ähnlichen Schweizer Städten angestellt und die Normauflagen (Homologierung) in den Umfang der Infrastrukturausbauten geprüft. Der Bedarf von 12 bis 13 Fussballspielfeldern ist ausgewiesen. In einem Vorentscheid haben der Stadt- und Gemeinderat der Planung von 8 Rasenspielfeldern zugestimmt. In deren Nutzung werden nebst dem Fussball auch Football einbezogen. Weil 3 Spielfelder als Kunstrasenplätze ausgestattet werden, lässt sich das Bedarfsmanko zum grösseren Teil infolge intensiverer Nutzungsmöglichkeit kompensieren.

Was passiert im Rasensport, wenn die Vorlage am 25. November 2018 vom Volk abgelehnt würde?

Der Sportplatz Ringstrasse müsste weiter betrieben und saniert werden. Sollte dieser auch aufgehoben werden, sind nur Fussball-Spiele bis und mit 2. Liga interregional möglich. Die unbefriedigende Situation bezüglich Garderoben besteht weiter und wird sogar verschärft. Besuchenden und Zuschauenden würden keine adäquaten Infrastrukturen (Tribüne, Sanitäranlagen und Gastronomie) zur Verfügung gestellt. Dies würde vermutlich dazu führen, dass sowohl die Sportart American Football wie auch Fussball massiv in ihrer Ausübung eingeschränkt würden oder sogar in einzelnen Bereichen ihre Präsenz in Chur aufgeben müssten. So ist es z.B. unwahrscheinlich, dass weiterhin American Football Matches von nationaler und europäischer Güte in Chur stattfänden. Im Weiteren würden drei Rasensportplätze für Trainings und Wettkämpfe fehlen.

Brauchen wir ein zusätzliches überdachtes Eisfeld? Wir haben ja das Hallenstadion!

Die Eisinfrastrukturen reichen für Eishockey und Eislauf bei Weitem nicht aus. Städtische Hockeyspieler und Eisläufer/-innen müssen oft auf andere Eisinfrastrukturen zurückgreifen, was für die Sporttreibenden unzumutbare Kosten verursacht. Zudem entspricht das offene Eisfeld auf der Oberen Au, neben dem Hallenbad, nicht mehr den gesetzlich geregelten ökologischen Vorschriften und muss gemäss Verfügung in Kürze abgebrochen werden (Ammoniakproblematik).
Der Bau einer geschlossenen Eistrainingshalle ist Voraussetzung, um den Spielbetrieb über rund 10 Monate im Jahr in Folge der klimatischen Bedingungen zu gewährleisten.

Was passiert im Eissport, wenn die Vorlage am 25. November 2018 vom Volk abgelehnt würde?

Das Angebot im Eissport würde weiter verringert. Die offene Eisfläche in der Oberen Au darf aus umweltrechtlicher Sicht nicht mehr weiterbetrieben werden. Damit verlieren der Eishockeysport und der Eislaufsport weitere Trainingsanlagen. Die offene Eisfläche auf der Quaderwiese und die Eishockeyhalle vermögen den ausgewiesenen Bedarf bei weitem nicht zu erfüllen. Eissporttreibende müssten auf die entfernten, derzeit noch vorhandenen Angebote in Arosa, Davos, Flims, Grüsch, ins Unterland oder bis ins benachbarte Ausland (Feldkirch) ausweichen. Die weiteren Anfahrtswege führten zu einer Reduktion der Anzahl an Nachwuchssportlerinnen und -sportlern in dieser Sparte.


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